| Produktionsleitfaden |
| Geschrieben von Administrator | |
| Donnerstag, 6. Oktober 2005 | |
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Zu Beginn gibts an dieser Stelle einen kleinen allgemeinen Leitfaden indem wir versuchen die wichtigsten Punkte abzudecken. Vom Grundsätzlichen, zu den benötigten Resourcen, über wie ein Beitrag selbst entsteht und vieles mehr. Momentan ist dies noch ein etwas knapp gehaltener Text der eine allgemeine Übersicht bietet. Wir werden natürlich die Tips & Hinweise zur Produktion eines Beitrages noch um viele detailliertere Informationen erweitern.
Ein kleiner Leitfaden zur Produktion eines Beitrages für common!motion!: Grundsätzliche Worte: Die Produktion von Beiträgen steht allen Gruppen Initiative und auch Personen, der „Szene“ offen, dementsprechend müssen sie immer vorher mit der Redaktion abgesprochen werden. Schließlich steht diese ja gegenüber der Öffentlichkeit für den Beitrag gerade. Auch lassen sich nur so Überschneidungen und Doppelgleisigkeiten (bspw. dreimal hintereinander dasselbe Thema ist schließlich für den Zuschauer auch langweilig) vermeiden. Und „last but not least“ können, nur so auch Synergieeffekte genutzt werden. Die Anmoderationstexte für das Magazin werden in der Redaktion erstellt (sie werden selbstverständlich falls gewünscht, auch abgesprochen) und kurz vor der Fertigstellung der kompletten Sendung aufgenommen. Benötigte Ressourcen oder was benötigt man alles um einen Beitrag zu produzieren. common!motion! hat sich zur Aufgabe gemacht potentiellen Beitragserstellern soweit als möglich zu helfen. Es ist also möglich sich mit unseren Kameraleuten, Schnittplatzbesitzern usw. abzusprechen und ihr Wissen und auch ihre Zeit zu nutzen. Kamera Die Mindestbedingung ist eine Videokamera. common!motion! wird auf dem „offenen Kanal“ von Wien Okto ausgestrahlt. Die Formatvorgabe von dort ist Digital Video dementsprechend sollten die Beiträge auch mit einer DV fähigen Kamera aufgenommen werden. Weiters sollte die Kamera über eine Firewire (IEE1394) Schnittstelle verfügen um die Datenübertragung in voller Qualität zu einem PC zu ermöglichen. Ton Oft unterschätzt aber trotzdem extrem wichtig, ist der Ton. Die meisten Kameramikrofone sind leider nur von minderer Qualität oder können nur Umgebungsgeräusche aufzeichnen. Ein professionelles externes Mikrofon ist besonders bei Interviews unbedingt notwendig. Falls dies technisch nicht möglich ist hilft hier auch eine Tonaufzeichnung über DAT Recorder oder Notebook. Schnittplatz Fast jeder heute handelsübliche PC ist als Schnittplatz für digitales Video geeignet, er sollte zumindest über ein GByte RAM und 80 GByte freien Festplattenspeicherplatz verfügen. Als Software kommt bei common!motion! Adobe Premiere Pro zum Einsatz. Im Notfall ist auch der Schnitt von oder bei einem Redaktionsmitglied möglich. Alle genannten Ressourcen (und noch mehr) stehen selbstverständlich auch bei „Okto“ zur Verfügung und können dort geliehen werden. Schritte zur Produktion eines Beitrages: Ich kann hier die komplexe Thematik Film bzw. Beitragsproduktion leider nur kurz anreißen. Nicht umsonst gibt es eigene Hochschulen für Film und Fernsehen. Hält man sich aber an ein paar kleine Grundregeln, kann man schon durchaus ganz ansehnliche Ergebnisse erzielen 1 Die Idee Am Anfang eines Beitrags steht die Idee. Am besten bespricht man die Idee schon mit anderen Personen denen man vertraut, um ihren Gehalt und natürlich auch das Interesse am Thema zu überprüfen. Leider kommt es auch vor das man selbst meint es wäre eine geniale Idee für einen Beitrag, letztendlich findet aber niemand Interesse am Thema. Auch sollte man auch ein bisschen vorsichtig sein, mir wem man letztendlich die Idee bespricht. Schon bei der Ausgangsidee ist es wichtig, das man auch Rücksicht auf die Umsetzung als Fernsehmagazinbeitrag nimmt. Dieser hat leider nur eine beschränkte Dauer, sollte es sich um ein umfassenderes Thema handeln, hat es sich bewährt nur einen Teilaspekt der eigentlichen Grundidee herauszufiltern. 2 Das Exposee Das Exposee ist der erste Entwurf für eine Produktion. In ihm werden die Idee, der Inhalt und Zweck kurz und grundlegend festgehalten. Neben ungefährer Länge und Produktionsform sollten erste Szenen und Sequenzen grob im Exposee umrissen werden. Beim Erstellen des Exposee sollte der Beitrag langsam aber sicher, im Kopf Gestalt annehmen. Was ist es was ich dem Zuschauer zeigen will? Welche Bilder verwende ich? Wie mache ich mein Thema dem Zuschauer am effektivsten klar? Wann und wo spielt die Handlung? Welches ist die Erzählposition (Perspektive, der sogenannte Point of View)? Worin besteht der Konflikt? Welche Entwicklung nimmt die Geschichte? Worin besteht der Höhepunkt und wie endet der Beitrag? Länger als 1-4 Seiten sollte ein Exposee nicht sein, da es ja zur Entscheidungsfindung für Redaktionen genutzt wird und daher nicht anstrengend zu lesen sein soll. 3 Recherche Danach kommt die Recherche (ob die Wirklichkeit auch dem entspricht, was man sich vorher ausgemalt hat). Sie ergibt sich meist schon automatisch aus den ersten Gesprächen über die Idee. Zur Recherche sollte man alle Möglichkeiten nutzen die man nur finden kann, Gespräche mit den Betroffenen, Literatur, Internet, Zeitung, ... Der Vorteil einer umfangreichen Recherche ist, das man sich tonnenweise Material zur Idee erarbeitet, aber auch die Idee erweitert und durchaus auch modifiziert werden kann. Weiters können Rechercheergebnisse ja durchaus für andere Projekte sinnvoll sein, dementsprechend zahlt sich der ein Aufbau eines Archivs immer wieder beim Erstellen eines Storyboards bzw. Drehbuches aus. 4 Das Storyboard Es ist nun an der Zeit sich seinen Beitrag im wahrsten Sinne des Wortes bildlich vorzustellen. Fernsehen ist ein optisches Medium. Dementsprechend gilt es nicht nur in Texten zu denken. Das Storyboard ist dementsprechend eine Abfolge von Zeichnungen die den eigentlichen Film grafisch darstellen. Man muss nicht zeichnen können um ein Storyboard zu erstellen, es genügen grobe Skizzen oder auch kurze Beschreibungen. Um ein Gefühl für den Aufbau eines Fernsehbeitrags zu bekommen empfehle ich, sich einmal Beiträge in anderen Magazinen genauer anzusehen, zu untersuchen und von ihnen zu lernen. Ein paar typische Elemente die man dort so findet sind: Grafiken Ich kann hier nicht alle möglichen Elemente aufzählen. Dies würde ganze Bücher füllen. Genaues beobachten, hilft beim finden der eigenen Bildsprache jedoch ungemein. 5 Produktionsplanung Ist das Storyboard fertig, kann man entweder ein Drehbuch schreiben, was ich hier aber weglasse, oder sich an die Produktionsplanung machen. Diese enthält alle Vorbereitungen um einen Beitrag „drehfertig“ zu bekommen. Also Interviews, Drehorte und Termine fixieren, Materialvorbereitungen (Licht, Ton,....), alles was man halt so benötigt bevor man mit der eigentlichen Kameraarbeit beginnt. Dies ist meist die aufwendigste Arbeit, doch je gründlicher die Vorbereitung umso schneller ist der eigentliche „Dreh“ erledigt und umso mehr Spaß macht er auch. Ebenfalls bewährt hat sich die Erstellung eines sogennanten „Drehplans“ in dem festgelegt wird wann, welche Szene aufzuzeichnen ist. Dies erleichtert später beim Schnitt die Arbeit ungemein. Nichts ist schlimmer als stundenlang auf einer Kassette nach einer gewissen Szene suchen zu müssen. 6 Der Dreh Die einzelnen Szenen werden entweder in der Reihenfolge des geplanten Films aufgenommen oder die Reihenfolge der Aufnahmen erfolgt nach Aufwand der Szenen....., Wetter bedingt...., Präsenz der Darsteller... Die Möglichkeiten das etwas nicht wie geplant abläuft sind beim Medium Film fast unendlich ;). Dementsprechend hilft ein genaues dokumentieren während der Dreharbeiten ebenfalls ungemein. 7 Schnitt und (Postproduction) Der letzte Schritt sollte der Schnitt bzw. die Nachbearbeitung sein, hier können im beschränktem Maße noch Fehler die beim Dreh entstanden sind ausgebügelt werden. Einen Nachdreh sollte man wenn möglich vermeiden. (Nur wenn es absolut notwendig ist z.B.: durch neue Entwicklungen, ....) da ja die ganze Maschinerie beim Nachdreh wieder von vorne zu laufen beginnt. In der sogenannten Postproduction werden dann Dinge wie Grafiken, Inserts oder ähnliches in den Beitrag eingefügt. Weiters erfolgt hier auch die Endkontrolle (wie Kontinuität: passt alles zusammen, passt der Ton,....) Um mehr über die Fachbegriffe und über die Produktion von digitalen Videos zu erfahren empfehle ich folgende Webseiten: http://www.movie-college.de |